
Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckt François Larderel in der Toskana Borsäure und entwickelt eine Methode, sie mit Erdwärme zu gewinnen. Er baut ein Unternehmen rund um Borax auf.
Seine Nachfahren erweitern in Richtung Geothermie, machen die Region nahe Volterra und Massa Marittima zu einem Industriezentrum.
1814, mit 25 Jahren, kommt Larderel aus Vienne (Frankreich) nach Livorno, angezogen von den Möglichkeiten in der Toskana. Dank seiner Chemieausbildung erkennt er in den „soffioni“ der Colline Metallifere Borax.
In der Nähe von Montecerboli, in heißen und dampfenden Zonen („putizze“), findet er den begehrten Rohstoff.
Ein erstes Werk nutzt Holz zum Erhitzen der Becken, ist aber zu teuer und wird nach weniger als zehn Jahren geschlossen.
Larderel nutzt die natürliche Wärme direkt: 1826 gründet er seine eigene Firma, profitabel dank niedriger Kosten und stabiler Qualität. Die Stadt Larderello trägt seinen Namen.
Larderel kümmert sich auch um die Lebensqualität seiner Arbeiter: Schule, Arzt, Apotheke, Laden, soziale Unterstützung, Musikkapelle – um Talente zu gewinnen und zu halten.
Drei Generationen innovieren weiter: „Adriana“-Kessel, tiefere Bohrungen, Dampfpumpen, dann geothermischer Strom (Prinz Piero Ginori Conti).
Familienmotto: „Honor summum Industriae munus“ – Arbeit ist die höchste Belohnung.
Vecchienna ist ein Modell-Bauernhof des 19. Jahrhunderts von François de Larderel in der Alta Maremma. Konzipiert als autarkes Dorf: Villa, Cantina, Frantoio, Sägewerk, Werkstätten, Schule, Waschhaus, Wohnhäuser.
Rund um die Villa: Cantina, Frantoio, Sägewerk, Schreinerei, Ställe, Werkstätten, Schule, Unterkünfte. Landwirtschaft: Getreide, Olivenöl, Weinbau, Viehzucht (heute Limousine).
Podere San Giuseppe wurde für Gastfreundschaft restauriert und zeigt die Verbindung von Erbe und Tourismus.
Auf einem Hügel, umgeben von mediterranen Wäldern, 30–45 Minuten vom Meer. Landschaft, Blick auf Elba, Abendlicht: ein einzigartiger Rahmen für nachhaltige Landwirtschaft und Gastfreundschaft.